Praxis für Hypnose- und Psychotherapie Anett Hergl
Wer nach außen schaut, träumt. Wer nach innen schaut, erwacht.
C.G.Jung
(Bildquelle: panthermedia)

Hypnose

Ist Hypnose für mich das Richtige?

Hypnose ist ein Zustand, der dem Schlaf zwar ähnelt, aber gleichzeitig die Aufmerksamkeit focussiert ist, während Unwichtiges in den Hintergrund tritt. Ein anderes Wort für Hypnose ist Trance.

Täglich befinden wir uns in Alltagstrancen, wie z.B. beim Autofahren, bei Konzerten, im Kino, beim Lesen eines spannenden Buches u.a. Situationen sowie kurz vor dem Einschlafen und Aufwachen.
Die Stimme des Therapeuten begleitet uns auf dem Weg zu unserem Unterbewusstsein, das wir in Hypnose aufsuchen. Das Unterbewusstsein macht uns zu ca. 90% aus, ist aber für unser Alltagsbewusstsein verschlossen. Hier ist jeder Wimpernschlag unseres Lebens gespeichert, während der Verstand uns nur zu 10% ausmacht und daher auch nur recht wenig Speicherkapazität hat.

Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Verstand ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.
Albert Einstein


Hypnose verläuft in drei Tiefen: leichte, mittlere, tiefe Trance. Für therapeutische Anwendungen reichen leichte und mittlere Trancezustände schon aus, während in der Showhypnose eine tiefe Trance nötig ist, um solche Halluzinationen zu erzeugen, wie Sie es vielleicht schon im Fernsehen gesehen haben. Aber nicht jeder Mensch ist auf Anhieb tieftrancefähig. Die leichte bis mittlere Trance ist bei so gut wie Jedem möglich. Hier darf der Verstand im Hintergrund anwesend bleiben wie ein stiller Beobachter, so dass Sie sich im Anschluss auch an alles erinnern können und in der Hypnose hören, was der Therapeut kommuniziert.
Den Dialog zwischen Hypnosetherapeut und Klient nennt man Rapport.
Es gibt verschiedene Induktionen (Erzeugen einer Trance) und Herangehensweisen – je nach Persönlichkeit des Klienten und Therapeuten, Anlass und Ziel der Hypnosetherapie.

Hypnose als psychotherapeutische Methode ist seit 2006 von der Bundespsychotherapeutenkammer anerkannt worden als psychotherapeutisches Verfahren. Allerdings möchte ich hier der Vollständigkeit halber erwähnen, dass ein solches Verfahren nur angewandt werden darf, wenn der Behandler eine therapeutische Grundausbildung wie Arzt, Heilpraktiker, Heilpraktiker für Psychotherapie hat und dadurch die Erlaubnis hat, zu diagnostizieren und zu heilen. Ein reiner Hypnotiseur ohne entsprechende Grundlagen darf keine Erkrankungen körperlicher oder psychischer Natur behandeln. Es ist demnach ein Unterschied, ob Sie einen Hypnotiseur oder einen Hypnosetherapeuten vor sich haben.Fragen Sie daher den Behandler nach seiner Qualifikation.

Hypnosetherapie ist eine Kurzzeittherapie mit enormer Effizienz, die für fast alle Beschwerden in Frage kommt. Sie ist sanft, ursächlich und lösungsorientiert und macht sich die Macht des Unterbewusstseins zunutze, das bereits alles nötige Wissen zur Heilung in sich trägt.
Der Therapeut hat die Möglichkeit, symptomatisch oder ursächlich zu arbeiten, in Form von Suggestionen (Eingebungen) oder auch, indem das Unterbewusstsein selbständig nach Lösungen sucht und zur Verfügung stellt.

Eine ruhige, langsame und bildhafte sprachliche Begleitung führt Sie in den hypnnotischen Zustand, der als sehr entspannend und angenehm empfunden wird, weil sich das Nervensystem beruhigt und auf heilsame Prozesse umstellt.

Voraussetzung für Hypnosebehandlungen ist immer das Einverständnis des Klienten – man kann nie jemanden gegen seinen Willen hypnotisieren. Wichtig ist dabei eine vertrauensvolle Beziehung zum Therapeuten und die Fähigkeit, seine Aufmerksamkeit zu lenken und sich innere Bilder vorzustellen.

Wer nicht für Hypnose in Frage kommt sind Menschen mit Psychosen, Demenzen, schweren Erkrankungen des Zentralnervensystems, Epilepsie und starken Durchblutungsstörungen (Thrombose, Embolie, Schlaganfall, Herzinfarkt – wenn diese Erkrankungen erst vor kurzem eingetreten sind). Kinder dürfen nur mit Einwilligung der Erziehungsberechtigten behandelt werden.

Was hinter uns liegt und was vor uns liegt, sind kleine Angelegenheiten verglichen mit dem, was in uns liegt.
Ralph Waldo Emerson