Was ist Hypnose?

Sie ist ein dem Schlaf ähnlicher Zustand: Der Herzschlag sinkt, der Sauerstoff- Verbrauch geht zurück, der Blutdruck wird gesenkt und der Atem geht ruhig und gleichmäßig. Kennzeichnend für den hypnotischen Zustand ist eine tiefe Ruhe und Entspannung im ganzen Körper.

Praxis für Hypnose- und Psychotherapie - Anett Hergl
Foto: Panthermedia
Die hypnotische Trance verläuft phasenartig, man kann sich diese wellenartig vorstellen. Trance ist– im Gegensatz zum Schlaf- ein Zustand zielgerichteter Aufmerksamkeit, während Unwichtiges in den Hintergrund tritt und gleichgültig wird. Das vegetative (unbewusste) Nervensystem schaltet auf gesundheitsfördernde Prozesse um.

Tagtäglich befinden wir uns in tranceähnlichen Zuständen, ohne es als solche einzuordnen, z.B. wenn wir mit dem Auto von A nach B fahren, in Gedanken aber ganz woanders sind, während unser innerer "Autopilot" uns sicher ankommen lässt. Und dennoch können wir diesen Zustand jederzeit unterbrechen, wenn es die Situation erfordert. Ähnliche Momente können auftreten im Kino, bei einem Konzert, Sportveranstaltungen, beim Joggen- wenn wir den Punkt der Erschöpfung überschritten haben und einfach weiter laufen….

Die Stimme des Therapeuten begleitet uns auf dem Weg zu unserem Unbewussten, welches im Trancezustand erreicht wird. Hier sind alle Informationen und Erinnerungen gespeichert, die unser Bewusstsein ausgeschlossen hat, weil die tägliche Informationsflut uns sonst überfordern würde.

Im Trancezustand können wir alles, was uns blockiert, loslassen, seelische Wunden heilen lassen, Ressourcen entdecken, Ursachen finden- Wirkungen betrachten und lösen, uns aussöhnen mit anderen Menschen wie auch mit uns selbst usw.

Die Trance wird in drei Tiefen unterteilt: leichte, mittlere, tiefe Trance. Während bei der leichten und mittleren Trance unser Bewusstsein wie ein stiller Beobachter anwesend ist und wir jedes Detail im Anschluss erinnern können, ist bei der Tieftrance das Bewusstsein ausgeschaltet. Daher wird in der Hypnose- Therapie nur die leichte bis mittlere Trance angestrebt, damit alle Suggestionen wirken können wie gewünscht.

In Hypnose produziert das Gehirn Alpha- Wellen. Es wird die rechte Gehirnhälfte angesprochen, sie erfasst komplexe Situationen, Bilder, Töne- es ist der Bereich der Phantasie und Intuition. Heutzutage sind die meisten Menschen linkshirnorientiert, sie ist die logische, analytische, verbale Seite. Bei Linkshändern ist die Ausrichtung umgekehrt. Ideal wäre es, eine harmonische Ausgewogenheit beider Hemisphären (Hirnhälften) zu erreichen.

Das Unterbewusstsein arbeitet in der Bildersprache, die die rechte Gehirnhälfte produziert. Auch im Traum sehen wir diese symbolhafte Sprache- hier ist ebenfalls das Unterbewusstsein aktiv.

Den Dialog zwischen dem Hypnotisierten und seinem Therapeuten nennt man Rapport und er ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Fehlt der Rapport (z.B. weil der Klient sich nicht ausreichend einlassen und konzentrieren kann oder wenn der Therapeut sich nicht empathisch auf seinen Klienten einstellt- sozusagen "mitschwingt"), wird der hypnotische Zustand entweder unterbrochen oder führt in den Schlaf. Dies würde u.a. auch passieren, wenn dem Therapeuten etwas zustoßen würde- die Angst, in einem solchen Fall nicht mehr aufzuwachen ist also unbegründet.

Hypnosetherapie ist eine Kurzzeittherapie mit enormer Effizienz, die für sehr viele Beschwerdebilder in Frage kommt. Der Zeitrahmen ist jedoch individuell verschieden und abhängig von der Persönlichkeit des Klienten, der Art und Dauer der Beschwerden u.a. Faktoren.

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